WIEVIEL DARF EIN FOTOGRAF KOSTEN?
Oder: Warum ein Fotoshooting nicht nur aus zwei Stunden Fotografieren besteht.
„Was kostet ein Fotograf?“
Eine berechtigte Frage. Und natürlich darf man Preise vergleichen.
Ich mache das schließlich selbst, wenn ich etwas kaufe.
Nur: Beim Fotografen sollte man nicht ausschließlich auf die Zahl am Ende schauen.
Denn die Zeit, die wir gemeinsam vor der Kamera verbringen, ist nur ein Teil des Ganzen.
Vorher wird besprochen, geplant, vorbereitet und das passende Equipment zusammengestellt.
Kameras, Objektive, Licht und weiteres Equipment wollen schließlich auch bezahlt werden.
Und leider fotografiert sich eine Kamera nicht von alleine.
Dann kommt der Teil, den man als Kunde meistens gar nicht sieht:
die Auswahl und Bearbeitung der Bilder.
Aus einem Shooting entstehen schnell viele Aufnahmen.
Die wollen gesichtet, sortiert, ausgewählt und anschließend bearbeitet werden.
Je nach Shooting kann die Nachbearbeitung genauso viel Zeit in Anspruch nehmen
wie das eigentliche Fotografieren.
Du bezahlst also nicht nur die Zeit, in der ich hinter der Kamera stehe.
Du bezahlst auch die Erfahrung, die Vorbereitung, das Equipment, die Zeit danach
– und vor allem das Ergebnis.
Und genau deshalb würde ich bei der Wahl eines Fotografen nicht zuerst fragen:
„Wer ist am billigsten?“
Sondern:
„Wessen Bilder gefallen mir?“
Denn Fotografie ist ziemlich subjektiv. Der eine mag es hell und clean,
der andere dunkel und dramatisch. Der eine möchte möglichst perfekt aussehen,
der andere lieber echt und unverstellt.
Mein Stil muss deshalb nicht jedem gefallen. Das wäre auch ziemlich langweilig.
Aber wenn du meine Bilder ansiehst und denkst:
„Ja. Genau so möchte ich aussehen.“
Dann sind wir schon ziemlich nah beieinander.
Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Fotos für möglichst wenig Geld zu bekommen.
Es geht darum, die richtigen Fotos zu bekommen.
Und die dürfen dann auch etwas kosten.
Neugierig geworden?
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